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Düsseldorfer Tabellen 2014
Übersicht 2014




Die Düsseldorfer Tabelle 2014 - Übersicht

Unterhaltstabelle 2014 - Düsseldorfer Tabelle


Neue Angaben in der Düsseldorfer Tabelle 2014:
Die Düsseldorfer Tabelle regelt bundesweit die Unterhaltsansprüche für Trennungskinder. Sie wird durch die Familiensenate der Oberlandesgerichte und dem Deutschen Familiengerichtstag abgestimmt und beschlossen. Die Tabelle wird regelmäßig angepasst, um den sich ändernden Bedürfnissen und den aktuellen Lebenshaltungskosten gerecht zu werden. Allerdings ist die Düsseldorfer Tabelle kein Gesetz, welches direkt anzuwenden ist. Vielmehr handelt es sich um eine Richtlinie, an der sich Betroffene, Unterhaltspflichtige und Unterhalts­berechtigte, Jugendämter sowie auch die Gerichte orientieren.

Damit entfaltet diese Empfehlung eine ähnliche Wirkung wie ein Gesetz. Prinzipiell hängt der Betrag, den die unterhaltsberechtigten Kinder bekommen davon ab, wie alt die Kinder sind und wie viel der Unterhaltspflichtige verdient.

Unabhängig von den Düsseldorfer Tabellen ist der Kindesunterhalt sowie auch der Ehegatten­unterhalt entsprechend den gesetzlichen Vorschriften in angemessener Höhe zu berechnen und durch den Unterhaltspflichtigen mit den Unterhaltsberechtigten verbindlich zu vereinbaren. Als Richtlinie zur Beurteilung der angemessenen Höhe des Unterhaltes für das jeweilige minderjährige Kind sowie die unterhaltsberechtigte Ehefrau oder den unterhaltsberechtigten Ehemann wird die Düsseldorfer Tabelle 2014 herangezogen. Da der konkrete Bedarf und damit der Unterhalt ab 01. Januar 2014 für unterhaltsberechtigte Ehegatten und die minderjährigen Kinder nicht im Gesetz festgeschrieben ist, soll die Duesseldorfer Tabelle 2014 eine gerechte und gerichtsfeste Grundlage zur Berechnung bilden.
Allein ein Mindestunterhalt für minderjärige Kinder ist im § 1612a BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) festgelegt. Dieser Paragraph "Mindestunterhalt minderjähriger Kinder" legt die Prozenzsätze für einen nach Alterstufen gestaffelten Mindestunterhalt fest. Dabei wird auf den doppelten Freibetrag für das sächliche Existenzminimum eines Kindes (Kinderfreibetrag) nach § 32 Abs. 6 Satz 1 des Einkommensteuergesetzes Bezug genommen.

Bemessung des Bedarfs: Minderjähriges Kind nach der Düsseldorfer Tabelle 2014


Derjenige Elternteil, mit dem das minderjährige Kind in einem Haushalt zusammen lebt, erhält stellvertretend für dieses Kind bzw. für die Kinder den Kinderunterhalt 2014 zur Bewirtschaftung / Verwendung. Die Höhe dieses Unterhaltes muss dem tatsächlichen Bedarf des Kindes entsprechen. Diesen Betrag konkret festzulegen bzw. die jährliche Fortschreibung des Unterhaltsbetrages zu vereinbaren, ist naturgemäß oft etwas schwierig. Ist er doch von vielen verschie­denen Faktoren abhängig und er muss die finanzielle Leistungsfähigkeit des Unterhaltspflichtigen berück­sichtigen.
In dieser schwierigen persönlichen Situation ist es oft nicht einfach, die Unterhaltssumme einver­nehm­lich zu vereinbaren. Viele Gerichtsverfahren zu diesem Thema machen die Brisanz deutlich.
Die Düsseldorfer Tabelle 2014 bietet hier eine unparteische und unabhängige Berechnungsgrundlage für beide Eltern und auch für die Gerichte. Entsprechend den Gehaltsstufen und den Altersklassen des Kindes gibt sie die konkrete Bedarfssumme des Kindes vor und sichert so einen bundesweiten, einheitlichen und vor allem gerechten Standard für die Kalkulation des Unterhalts. Der Unterhaltsschuldner hat auf diese Weise auch eine klare Bemessungsgrundlage und einen Nachweis, dass er nicht über Gebühr herangezogen wird.

Änderungen in der Düsseldorfer Tabelle ab 2013

Die Düsseldorfer Tabelle 2013 selbst blieb gegenüber der Tabelle von 2012 unverändert. Das teilte Familienrichter Jürgen Soyka vom Düsseldorfer Oberlandesgericht am 05.12.2012 in einer Presseinformation offiziell mit. Zuletzt wurden die Sätze für den Kindesunterhalt zum 01.01.2011 um 13 Prozent angehoben.

 Selbstbehalt für Unterhaltspflichtige

Während die Sätze 2013 nicht angehoben wurden, wurde der Selbstbehalt für erwerbstätige Unterhaltspflichtige von 950,00 EUR auf 1.000,00 EUR pro Monat angehoben. Dies gilt bei unterhaltsberechtigten Schulkindern unter 21 Jahren.
Durch die Anhebung der Hartz-IV-Sätze war auch diese Anhebung des Selbstbehaltes notwendig geworden. Diese Änderung trat zum 1. Januar 2013 in Kraft. Dieser Selbstbehalt errechnet sich aus dem Regelsatz nach Hartz-IV in Höhe von 382,00 Euro für die Lebenshaltung, 360,00 Euro für die Warmmiete, 30,00 Euro für Versicherungen, 28,00 Euro für zusätzliche Mehrkosten wie z.B. GEZ-Gebühren. Dazu werden 200,00 Euro Aufschlag als Arbeitsanreiz gerechnet. Sie sollen den arbeitenden Unterhaltspflichtigen gegenüber einem nichtarbeitenden Unterhaltspflichtigen besser stellen. Zusammen ergibt dies 1.000,00 Euro. Mit der Anhebung des Selbstbehaltes werde vermieden, dass die Unterhaltspflichtigen scharenweise zu Hartz-IV-Berechtigten, sogenannten "Aufstockern" werden.

Doch auf der anderen Seite kann es dazu führen, dass Trennungskinder in die Sozialhilfe rutschen, wenn beim Unterhaltszahler nach Abzug des Selbstbehaltes der Mindestsatz für die Kinder nicht mehr erreicht wird. Hier wird dann der Staat den Lebensunterhalt der Kinder durch eine Zuzahlung sichern müssen. Jürgen Soyka meint: „Das wird nicht wenig sein, was da auf den Staat zukommt.“

Unterschiedliche Selbstbehaltssätze

Gegenüber den Sätzen von 2012 ist auch der Selbstbehalt für arbeitslose Unterhaltspflichtige etwas gestiegen: Während bisher 770,00 Euro unangetastet blieben, sind es nun 800,00 Euro. Sind die unterhaltsberechtigten Kinder bereits volljährig und nicht mehr in der Schule, so steigt der Satz für den Selbstbehalt von 1.150,00 Euro auf 1.200,00 Euro. Und schließlich bei nichtehelichen Kindern liegt der Satz bei 1.100,00 Euro gegenüber bisher 1.050,00 Euro. Sind beispielsweise Kinder für ihre pflegebedürftigen Eltern unterhaltspflichtig, wenn deren Rente bzw. sonstiges Einkommen nicht ausreicht, so steigt hier der Selbstbehalt von 1.500,00 Euro auf 1.600,00 Euro.

In besonderen Einzelfällen können diese Sätze weiter gesteigert werden. Das geschieht in den Fällen, wenn der Nachweis erbracht wird, dass für den vorgesehenen Mietsatz keine Wohnung gefunden werden kann oder weil die Wohnkosten durch gesteigerte Energiekosten zu hoch sind.

Kinderunterhalt ab 2014

3. "Nullrunde" für Trennungskinder:
Die Unterhaltssätze für Kinder bleiben 2014 unverändert. Dies teilte das Oberlandesgericht Düsseldorf in einer Presseinformation mit.“   Kinderunterhalt

Kaum zu glauben

Niemand hätte es gedacht: Väter sind viel zahlungswilliger als allgemein angenommen. Überwiegender Grund für ausbleibende Unterhaltszahlungen sind vor allem eigene finanzielle Probleme. Zahlungswillige Väter

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